Aus dem Berufspraktikum der Jahrgangsstufe 9

Mein Praktikum im Europäischen Parlament

Mein Name ist Johanna Altfeld und ich bin 15 Jahre alt. Vom 26.01.2026 bis zum 06.02.2026 fand an unserer Schule ein zweiwöchiges Praktikum in der Jahrgangsstufe 9 statt. Dieses absolvierte ich bei Lena Düpont, Mitglied des Europäischen Parlaments in Brüssel, um einen genaueren Einblick in die Aufgaben und Arbeitsweise einer Europäischen Institution zu bekommen.

Mein Arbeitsbeginn war um 09:00 Uhr. Jeden Morgen musste ich durch eine Sicherheitskontrolle. Auch mein Badge (eine Art Ausweis), war elementar, um in das Gebäude zu gelangen und verschiedene Türen und Sicherheitskontrollen zu passieren. Im Büro angekommen, warteten verschiedene Aufgaben auf mich. Häufig besuchte ich Sitzungen der verschiedenen Ausschüsse, zum Beispiel der LIBE (Committee on Civil Liberties, Justice an Home Affairs). Hilfreich fand ich, dass alle gesprochenen Beiträge direkt in jede beliebige Amtssprache übersetzt wurden. Einmal erhielt ich die Möglichkeit einen Brief an hochrangige Politiker zu schreiben, was ich sehr spannend fand. Außerdem durfte ich Lena Düpont interviewen. Ihrer Auffassung nach sind die wichtigsten Aufgaben eines Mitglieds des Europäischen Parlaments, an der Gesetzgebung mitzuwirken und einen regen Austausch zwischen Brüssel und dem Wahlkreis zu führen. Sie wies auch auf die Relevanz einer starken Union hin, gerade in der aktuellen politischen Lage. Zusätzlich wies Sie auf Austauschprogramme hin, die es Schülern und Studenten ermöglichen, Erfahrungen in anderen Ländern zu sammeln.

Des Weiteren standen Besuche von verschiedenen Gruppen an, die ich mit betreuen durfte. Sehr lehrreich fand ich auch die Gesprächsrunden, vor den kurzen Touren zum Plenarsaal, bei denen ich zusätzlich noch sehr viel über die Arbeit eines MEP lernen konnte. Eine der Gruppen, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war einer Schulklasse aus Deutschland. Dort erzählte ich viel von meinem Praktikum und meinen Erlebnissen. Darüber hinaus fand ein Treffen in der Konrad Adenauer Stiftung statt. Zudem hatte ich die Möglichkeit, die Europäische Kommission zu besuchen. Dort bekam ich eine kleine Führung durch das Gebäude, bei der ich eine Menge beeindruckende Sachen gesehen habe.

Feste Zeiten zum Mittagessen gab es für mich nicht und mir wurde es freigestellt, wo ich essen möchte. In dem Gebäude des Parlaments gibt es natürlich eine Kantine doch zu meiner Überraschung auch eine Sandwicherie, ein Restaurant und einen Supermarkt, sowie einen Zeitungsladen, ein Fitnessstudio und einen Friseur.

Das Büro, indem ich täglich war, befand sich in der 15. Etage und man hatte einen wunderschönen Blick über die Stadt Brüssel. Im Büro waren wir maximal zu sechst. Darunter natürlich Lena Düpont (Mitglied des Europäischen Parlaments), eine Büroleitung, eine studentische Hilfskraft und zwei weitere Praktikanten. Aufgrund der unterschiedlichen Nationalitäten der Mitarbeitenden, war die Bürosprache teilweise Deutsch und teilweise Englisch. Durch das tägliche Sprechen verbesserte sich auch mein Sprachgebrauch im Englischen ein bisschen.

Zunächst fiel es mir schwer mich in den großen und weitläufigen Gebäuden zurechtzufinden und mich auf unterschiedlichen Sprachen zu verständigen, was jedoch schnell besser wurde. Mein persönliches Highlight, war ein Vortrag einer Holocaust-Überlebenden am internationalen Holocaust Gedenktag im Plenarsaal, bei der auch die Parlamentspräsidentin Roberta Metsola kam. Die Veranstaltung war sehr emotional und wirklich besonders, da uns die Überlebende viele Einblicke in ihre Vergangenheit gewährt hat.

Das angenehme und freundliche Umfeld im Parlament ermöglichte es mir mit vielen Menschen zusammen zu arbeiten und zu kommunizieren. Ich fühlte mich immer sehr wohl und freute mich jeden Tag, wieder zu kommen. Gegen 17:00 Uhr endete mein Tag und ich machte mich auf den Rückweg mit dem Zug oder mit dem Bus. Dies war zu Beginn eine kleine Herausforderung, denn ich wusste nicht genau, welche Linien der verschiedenen Verkehrsmittel ich nehmen musste.

An den Wochenenden und in meiner freien Zeit besuchte ich viele verschiedene Sehenswürdigkeiten in Brüssel, wie etwa die Altstadt, den Königspalast, das Atomium und Manneken Pis. Typische belgische Spezialitäten wie belgische Waffeln, Pommes und Karbonade (vergleichbar mit Gulasch) habe ich auch probiert.

Ich habe eine Vielzahl an neuen Erfahrungen, in einem mir unbekannten Umfeld und einem anderen Land sammeln dürfen. Das Praktikum hat mir einen guten Einblick in die Arbeitswelt im Europäischen Parlaments ermöglicht und hat meine Vorstellungen für meine berufliche Zukunft geschärft.

Johanna Altfeld, 9b

 

Zwei Wochen voller neuer Erfahrungen – Mein Praktikum in England

Wie entstehen eigentlich Werbekampagnen, die wir täglich sehen, und was steckt hinter erfolgreichen Marken und guter Werbung? Mit genau dieser Frage bin ich in mein zweiwöchiges Praktikum in einer englischen Marketingagentur in Sheffield gestartet. Während des Praktikums durfte ich nicht nur spannende Erfahrungen sammeln, sondern auch aktiv Dinge mitgestalten.

Mein Name ist Clara Rose, ich bin 14 Jahre alt und besuche derzeit die neunte Klasse des Gymnasiums St. Christophorus. Mein zweiwöchiges Praktikum habe ich in der Marketingagentur Foster & Scott in England absolviert. Ich interessiere mich für Marketing, da es ein umfangreiches Themengebiet ist, das viele verschiedene und komplexe Bereiche umfasst. Außerdem wollte ich herausfinden, welche Stärken man für diesen Beruf mitbringen sollte. Meine Erwartungen an das Praktikum in England waren, den Arbeitsalltag kennenzulernen, neue Erfahrungen zu sammeln, aktiv mitzuarbeiten und meine Englischkenntnisse zu verbessern. Die Marketingagentur befand sich in einem Business Center, in dem mehrere Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen vertreten waren. Alle sechs Mitarbeitenden arbeiteten gemeinsam in einem Raum, um den Austausch und die Teamarbeit zu fördern. Die Atmosphäre in der Agentur war sehr angenehm, und die Mitarbeitenden waren freundlich und hilfsbereit. Ich wurde von Anfang an gut aufgenommen. Während meines Praktikums hatte ich einen eigenen Arbeitsplatz mit einem eigenen Computer, an dem ich meine Aufgaben selbstständig bearbeiten konnte. Ich habe am Computer Berichte geschrieben und konnte beobachten, wie Aufträge für größere Kunden geplant und umgesetzt wurden. Außerdem durfte ich eigene Logos gestalten, was eines meiner persönlichen Highlights war. Besonders interessant fand ich es zu sehen, wie Websites gestaltet, Kampagnen geplant, Inhalte erstellt, soziale Medien betreut und Aufgaben im Team verteilt werden. Neben den fachlichen Erfahrungen war das Praktikum auch eine gute Möglichkeit, meine Englischkenntnisse weiter zu verbessern, weil ich während der Arbeitszeit durchgehend Englisch gesprochen habe und außerdem einen Einblick in eine andere Kultur zu bekommen. An den Wochenenden habe ich England ein wenig erkundet und unter anderem die Universitäten in Oxford und Cambridge besucht. Für ein Praktikum in England habe ich mich entschieden, da wir dort Freunde haben und mir dadurch ein internationales Praktikum ermöglicht wurde.

Insgesamt war das Praktikum eine sehr wertvolle Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Es hat mir nicht nur einen Einblick in den Arbeitsalltag einer Marketingagentur gegeben, sondern mir auch geholfen, meine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Clara Rose, 9a

 

- VERÖFFENTLICHT: 09. März 2026 -

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