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Am 21.06.22 haben 30 Schüler*innen der achten und neunten Klassen, die Mitglied der Kinderhospiz-AG sind, eine Exkursion zum ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Lünen gemacht. In Lünen teilten sich die Schüler*innen auf drei Gruppen auf, die rotierend verschiedene Programmpunkte durchliefen.


Sie nahmen unter anderem an einer Gesprächsrunde teil, die von Frau Krechtmann, Koordinatorin beim AKHD Lünen, und Frau Ulsu, Mutter eines lebensverkürzend erkrankten Kindes, begleitet wurde. Frau Krechtmann berichtete von den Aufgaben des AKHD und ermöglichte es den Schüler*innen alle ihre Fragen zu klären und Einblick in ihre Arbeit zu erhalten. Besonders spannend wurde es für die Schüler*innen, als Frau Uslu erzählte. Sie waren beeindruckt von Frau Uslus Offenheit und ihren Berichten über einen zwar anstrengenden, aber trotzdem größtenteils glücklichen Alltag.

Weiterhin besuchten die Schüler*innen der Kinderhospiz AG das Bestattungsunternehmen Kirchhof-Merten. Ihre zuvor bei einem Vortreffen gesammelten Fragen, konnten die Jugendlichen dort direkt an den Bestatter, Herrn Markus Merten stellen. Beim Gang durch das Unternehmen, so wie ihn sonst auch Angehörige machen, konnten die Schüler*innen erfahren, wie ein Bestatter mit dem doch sehr traurigen Thema „Tod“ umgeht und klären wie, bzw. ob der tägliche Kontakt mit dem Thema belastend ist.
Neben der Information zu Urnen und Särgen im Ausstellungsraum konnte die Gruppe mehr über die Aufbahrung der Verstorbenen in den Abschiedsräumen, die Trauerhalle und das Vorbereiten eines verstorbenen Menschen erfahren.
Auch von schwierigen und durchaus schönen bis hin zu für ihn auch „merkwürdigen“ Momenten berichtete Herr Merten den Jugendlichen ausführlich und gerne.

Am Ende waren sich alle darüber einig, dass der Besuch des Unternehmens sehr interessant war und er sogar ein wenig die Scheu vor dem oft tabuisierten Thema „Tod und Sterben“ nehmen konnte. Die jeweils dritte Gruppe arbeitete in einem Workshop zum Thema „Tod und Trauer in Kinderbüchern“. Die Schüler*innen hatten in diesem zuerst Gelegenheit sich in Ruhe in verschiedene Kinderbücher einzulesen. In der anschließenden Vorstellung der Bücher, konnten dann Eigenheiten der Bücher thematisiert werden, z. B. die Darstellung des Todes. Im zweiten Workshopteil setzen sich die Schüler*innen selbst kreativ mit den Kinderbüchern auseinander. Sie gestalteten Zitate, schrieben Gedichte oder malten eigene Bilder für ein Kinderbuch.

Insgesamt war es ein Tag mit sehr intensiven Begegnungen und Gesprächen. Wir danken besonders Frau Krechtmann, Frau Uslu und Herrn Merten für die Mitgestaltung des Tages.

Vielen Dank an Herrn Merten für die Mühe und die Offenheit!

 

Text: Julia Kopper

 

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