Sozialpraktikum GSC k

In diesem Schuljahr absolvierten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe EF im Januar / Februar 2022 ihr Sozialpraktikum. Sie verbrachten drei Wochen in sozialen Einrichtungen, wie z.B. im Krankenhaus, in Seniorenzentren, Kindertagesstätten oder Behinderteneinrichtungen, in Pfarreien oder auch in Grundschulen und wurden in dieser Zeit von den Lehrkräften der Jahrgangsstufe EF betreut.

Trotz der leider angespannten Corona-Lage war es den meisten von ihnen dennoch möglich, ihr Praktikum ungestört durchzuführen und dabei wertvolle Erfahrungen zu sammeln, abseits vom Schulalltag und konfrontiert mit völlig neuen Herausforderungen und Erlebnissen.
Einige von ihnen haben sich bereit erklärt, an dieser Stelle von ihren Erfahrungen zu berichten und auf diese Weise vielleicht auch künftigen Praktikantinnen und Praktikanten dabei zu helfen, die für sie geeignete Praktikumsstelle zu finden…

 

Text: Katharina Noël (zuständige Lehrkraft für das Sozialpraktikum)

 

Erfahrungsberichte:

Ich habe mein Sozialpraktikum im Kinderhaus Selm verbracht. Dort wohnen Kinder und Jugendliche mit leichten oder schweren körperlichen oder geistigen Behinderungen. Die 3 Wochen, die ich dort verbracht habe, haben mir unglaublich viel gegeben. Zum einen hat mir das Praktikum mehr Klarheit gegeben, was meinen zukünftigen Beruf angeht, und es war ein wirklicher Perspektivenwechsel, der einen auch teils zum Denken angeregt hat, die eigene Lebenseinstellung zu überdenken. Ich habe neue Beziehungen geknüpft und es war einfach eine Erfahrung, über die ich froh bin, sie gemacht zu haben.
Zum Großteil habe ich Freizeitaktivitäten mit den Kindern unternommen. Trotz Behinderung hatten alle Kinder und Jugendliche eine Lebenslust und Lebensfreude, was mich selbst immer total glücklich gemacht hat. Im Großen und Ganzen hat es sich so angefühlt, als wären Bewohner und Betreuer des Kinderhauses Selms eine große Familie, in die man aufgenommen wurde. Das Arbeitsklima war unglaublich angenehm, auch wenn die Geräuschkulisse teilweise echt zum Wegrennen war, aber man gewöhnt sich ja an alles ;)   Auch wenn man während der 3 Wochen vor die eine oder andere Herausforderung gestellt wurde, muss ich jedes Mal lächeln, wenn ich an die Zeit dort zurückdenke und ich bin mehr als froh, dass ich genau dort mein Sozialpraktikum gemacht habe :)   

(Jana Drenkelfort)


Ich habe mein Sozialpraktikum im Kindergarten St. Hildegardis in Herbern gemacht. Als Kind war ich selbst in diesem Kindergarten und dadurch war die Zeit im Betrieb für mich einfach und schön, da ich viele meiner alten Erzieher wiedergetroffen habe.
Die Kita ist eine katholische Kita und ein Teil der Pfarrei St. Lambertus Ascheberg. In der Kita gibt es 90 Kindergartenplätze in 5 Gruppen für Kinder von 1 bis 5 Jahren. Ich war in der „Mäusegruppe“, in der Kinder von 4 bis 6 Jahren untergebracht waren, und nachmittags wurden die „Mäusegruppe“ und eine weitere Gruppe mit Gleichaltrigen zusammengezogen.
Meine Erfahrungen waren sehr positiv. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht mit den Kindern zu interagieren und mit ihnen Zeit zu verbringen. Ich war wirklich überrascht, wie viel Kinder, die vier, fünf und sechs sind, schon alles können. Mich hat auch sehr gefreut, dass die Kinder mich herzlich und offen empfangen haben und dass ich mich auch mit allen Kindern am Ende super gut verstanden habe.  Ich habe mich in dem Team sehr wohl und herzlich aufgenommen gefühlt. Immer wenn ich eine Frage hatte, wurde diese mir beantwortet. Insgesamt habe ich mich total wohlgefühlt und würde diese Erfahrung gerne wiederholen.
Es hat sich sehr gut angefühlt, in der Kita zu helfen und dies „freiwillig“ zu tun. Ich hatte das Gefühl, dass ich dort wirklich helfen konnte und dass ich nicht überflüssig war. Außerdem habe ich mich in dieser Zeit auch weiterentwickelt und habe die Welt des Arbeitens kennenlernen können. Aber ich weiß jetzt auch, dass ich nicht Erzieherin von Beruf werden möchte. Ich kann mir nicht vorstellen dies mein restliches Leben zu tun, aber ich würde es gerne wiederholen für 3-4 Wochen.  
Mir hat mein Sozialpraktikum sehr gefallen und ich werde mich an diese Erfahrung immer erinnern.

(Ann-Kathrin Spigiel)

 

Jährlich findet in der EF das Sozialpraktikum statt, das neben dem normalen Praktikum explizit in einem sozialen Beruf stattfinden soll. Dieses Jahr war dann meine Stufe an der Reihe. Mir war es bei meiner Wahl besonders wichtig, einen Beruf kennenzulernen, den ich noch nicht so gut kannte. Deshalb habe ich mich dazu entschieden mein Sozialpraktikum in einer Wohngruppe zu absolvieren. Die Wohngruppe, die ich besucht habe, bestand aus 5 Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 15 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Eltern leben können. Sie wohnen zusammen in einem ganz gewöhnlichen Haus und Betreuer*innen verbringen den Alltag mit ihnen. Durch die traumatischen Erfahrungen brauchen die Kinder einen stark strukturierten Tagesablauf (beispielsweise durch Zeitpläne), aber sonst unterscheidet sich ihr Alltag kaum von meinem oder wahrscheinlich auch deinem. Sie gehen zur Schule, haben viele Hobbys und sogar Haustiere. Meine Aufgabe war es, die Betreuer*innen zu unterstützen und den Tag der Kinder mitzugestalten. Anfangs war ich dabei noch etwas unsicher, aber mit der Zeit bauten die Kinder immer mehr Vertrauen auf und wir konnten viele Dinge zusammen erleben. Während der Praktikumszeit bin ich mit ihnen einkaufen und spazieren gegangen und ein besonderes Highlight war immer die wöchentliche Taschengeldausgabe. Nebenbei habe ich den Kindern aber auch bei ihren Aufgaben im Haushalt geholfen. Besonders gut kann ich mich an das stolze Gesicht eines Kindes erinnern, das mit mir sein Zimmer aufgeräumt hatte. Insgesamt habe ich die Zeit dort sehr genossen, auch wenn es zwischendurch Herausforderungen gab. Wenn das Sozialpraktikum bei euch noch aussteht, kann ich nur empfehlen, euch für dieses Berufsfeld zu bewerben. 

(Julia Hanning)


Ich habe mein Sozialpraktikum an der Maximilian-Kolbe-Schule gemacht, die Teil der Kinderheilstätte Nordkirchen ist, und habe dort erlebt, wie sich verschiedene Behinderungen auf den normalen Schulalltag auswirken. Viele Schüler hatten die geistigen Fähigkeiten von Kindern, die nur halb so alt waren, und darauf war auch der Unterricht ausgelegt mit einfachen Themen, Erklärungen und vielen Pausen. Es war eine sehr lehrreiche Erfahrung, sich Schule mal aus Sicht der Lehrer (und Hilfskräfte) ansehen zu können, denn man hat eine ganz andere Art Verantwortung und eine gewisse Autorität, die man normalerweise als Schüler einfach nicht kennt. Das Sozialpraktikum war eine Herausforderung, an der ich gewachsen bin, und viele Dinge, die mir immer als selbstverständlich vorgekommen sind, sehe ich jetzt als Privilegien, von denen ich mich glücklich schätzen kann, sie genießen zu dürfen. 

(Ruth Dornhege)

 

Ich habe mein Sozialpraktikum an der Uhlandschule in Werne gemacht. Ich wollte zum einen wissen, ob ich mir vorstellen könnte, später mit Kindern zu arbeiten, aber auch, wie gut ich den Kindern helfen kann.
An meinem ersten Tag kam ich aufgeregt an meiner Praktikumsstelle an. Erstmal hieß es testen. Danach wurde mir gesagt, in welcher Klasse ich in den drei Wochen helfen werde, mir wurde die Klassenlehrerin vorgestellt und noch einige wichtige Dinge erklärt. Nun ging der Unterricht los: Ich habe mich der Klasse vorgestellt und dann begann der Unterricht. Die Kinder waren mir gegenüber sehr offen und wollten schon am ersten Tag in den Pausen mit mir spielen oder malen. Ich bin den Wünschen der Kinder gerne nachgekommen, wenn ich die Zeit dazu hatte. Meist habe ich noch einige Sachen für die Klassenlehrerin gemacht. Später, im Offenen Ganztag (OGS) sollte ich mich bei der Leitung melden und ich wurde dann herumgeführt und habe einige wichtige Sachen erklärt bekommen. Nach meiner Pause habe ich dann in der OGS mit den Kindern gespielt, geredet, gemalt oder gebastelt.
Zurückblickend würde ich über mein Praktikum sagen, dass ich einige neue Sachen gelernt habe und ich mir nun sicher bin, trotz der schönen Zeit, dass ich lieber nicht mit Kindern arbeiten werde, da ich in dieser Zeit oft viel Geduld aufbringen musste und es schnell anstrengend werden konnte. Ich kann aber das Praktikum an einer Grundschule empfehlen, wenn man gerne mit Kindern arbeitet und viel Geduld mitbringen kann. 

(Alena Zuelsdorf)

 

Ich habe mein Sozialpraktikum, welches wir von der Schule aus machen sollten, in der Kindertageseinrichtung absolviert. Ich war erstmal etwas skeptisch, da ich noch nie mit Kindern gearbeitet hatte. Ich war jedoch schnell überzeugt und mir machte das Praktikum wirklich Spaß. Ich habe sehr viele neue und wertvolle Erfahrungen gemacht, welche ich ohne das Praktikum vermutlich nie gemacht hätte.

(Leonie Wolf)

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