Meschede 92020 mit Rahmen k

Werne/Meschede. Ich kenne meinen Namen. Aber wer bin ich eigentlich? Und wer bin ich in 20, 30 Jahren? Um solche Fragen ging es bei einem Seminar im Kloster Meschede. Zusammen mit 19 Schülern und unser Stufenleiter Stefan Müller besuchten wir ein Seminar, das der Benediktiner-Pater Benedikt (hieß früher übrigens Andreas) leitete.

Zwei Stunden ging es mit dem Lücke-Bus über Autobahnen, dann kamen wir an der Abtei Königmünster an. Die Gebäude sehen aus wie eine Burg, die ersten sind 1928 erbaut worden. Neben einer Schule gibt es auch ein Gästehaus, in dem wir untergebracht waren.

Nach der obligatorischen Vorstellungsrunde haben wir gebetet, dann gab es Essen (leckeren Nudelauflauf) und eine weitere Einheit mit Arbeitsblatt und Gesprächskreis bis 23 Uhr.Der nächste Morgen: beten, frühstücken, Traumreise im Seminarraum. Dabei ging es um Selbstfindung, Benedikt hat gesprochen, wir lagen auf dem Boden, die Augen geschlossen. Das war so intensiv, dass einige sich wie hypnotisiert vorkamen. Andere sind eingeschlafen…Als alle wieder wach waren, stand die nächste spannende Aufgabe an: jeder musste ein Buch über sich schreiben. In diesem „Lebensbuch“ ging es um unsere Antworten auf Fragen wie: Wie siehst du dich? Wie sehen dich deine Freunde? Wie sieht dich deine Familie? Was macht dich unglücklich, was macht dich glücklich? Später waren wir uns einig, dass das Aufschreiben wirklich dabei geholfen hat, uns unserer Persönlichkeit klar zu werden.

Vor dem Mittagessen besuchten wir uns einen Gottesdienst der Mönche. Der war ganz anders, als wir Messen kennen. Die Ordensmänner haben hauptsächlich gemeinsam gesungen und eine Kommunion gab es auch nicht. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung.

Nachmittags konnte jeder machen, was er wollte, manche gingen in die Stadt, andere haben sich zusammengesetzt und gequatscht. Pater Benedikt backte als kleine Überraschung super leckere Waffeln für uns. Dazu gab es Marmelade, Sahne und Kaffee.Weiter ging es draußen mit einem Spiel zur Teambildung, bei dem wir uns in einer festgelegten Reihenfolge die Tennisbälle zuwerfen sollten. Das nächste Thema war „Zeitmanagement“. Dazu bekamen wir Arbeitsblätter, anhand derer wir einen Zeitplan für unsere Woche erstellt haben. Das sollten wir erst alleine machen, dann in Partnerarbeit und schließlich haben wir alles im Plenum besprochen. Wichtige Erfahrung: Vielen ist dabei aufgefallen, wie wenig Freizeit sie eigentlich haben!

Da zwei Patres den 40. Jahrestag ihrer Profess feierten, stand am Nachmittag ein weiterer Gottesdienst auf dem Plan. Abendlicher Ausklang mit einer Besprechung im Freien – bei einem gemütlichen Lagerfeuer.

Der letzte Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück (Benedikt: „Lecker, lecker Eier!“), Schnellkofferpacken und der nächsten Einheit. Thema diesmal: Unsere Zukunft. Ein Spiel über Werte folgte, die Reihenfolge sollte jeder für sich sortieren. Dieses Spiel half bei der nächsten Aufgabe: In die Umrisse einer Insel sollten wir die wichtigsten Werte für unsere Zukunft eintragen. Ende mit Sonntagsbraten, Verabschiedung und Rückreise.

Unsere Erkenntnis: Dieses lehrreiche Wochenende hat uns geholfen zu erkennen, in welche Richtung die Lebensreise gehen soll…

 

Text: Lotta Hoppe, EF

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