Kooperationen mit Universitäten, Firmen und Eltern


Der rege Austausch unserer Schule mit außerschulischen Partnern und Schülereltern trägt wesentlich zur Profilbildung unserer Schule bei.


An erster Stelle stehen hier die zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen, an denen das Kollegium des Gymnasium St. Christophorus im Bereich der Mathematik und der Naturwissenschaften teilnimmt und die einen direkten positiven Einfluss auf unsere Unterrichtsentwicklung ausüben. Diese Fortbildungen sind häufig Teil von umfassenden Kooperationen z.B. mit Universitäten.

Das Gymnasium St. Christophorus kooperierte 2012 mit der Universität Duisburg-Essen im Rahmen der Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts in zwei Projekten.

Das Forschungsprojekt "Sequenzierung von Lernprozessen" überprüfte den positiven Einfluss auf die Erkenntnisgewinnung von Schülerinnen und Schülern und die Nachhaltigkeit des Erkenntnisgewinns im Fach Physik durch eine auf Ergebnisse der Lernforschung gründende Strukturierung der Lernprozesse. Dabei wird der Unterricht nach lernpsychologischen Erkenntnissen strukturiert und die Einhaltung der Behandlung aller notwendigen Lernschritte betont und gefordert. Die mittlerweile abgeschlossene Auswertung zeigte, dass alleine das Bewusstwerden dieser Lernphasen die Unterrichtsvorbereitung und Planung positiv beeinflusst.


Außerdem nahmen wir 2012 wir im Rahmen der Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts an einem Test der Universität Duisburg-Essen zur Untersuchung der Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler bei Problemlösestrategien statt.


Zahlreiche Exkursionen und Praktika bereiten unsere Schülerinnen und Schüler verstärkt auf die Anforderungen zukünftiger Studiengänge und Berufe im naturwissenschaftlichen Bereich vor.
So besucht jedes Jahr eine Gruppe interessierter Schüler das Schülerlabor der Universität Dortmund, um sich handlungsorientiert über Ingenieurstudiengänge unter besonderer Betrachtung der Robotik zu informieren und Experimente durchzuführen.


Ein Besuch des Radiologischen Instituts des St. Christophorus-Krankenhauses in Werne gibt vertiefende Einblicke in den Beruf des/der Radiologen/Radiologin.
Praktika unserer Schülerinnen und Schüler an der TU-Dortmund, Fakultät Physik, bieten Einblicke in das Physikstudium und neue Erfahrungen beim Experimentieren.
So können in der E-Werkstatt Platinen und Schaltungen gelötet und damit kleinere Experimente durchgeführt werden.


An der Fakultät für Bio- und Chemieingenieurwesen der Technischen Universität Dortmund erhalten unsere Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Labore. Dabei können unter anderem Versuche wie Extraktion mittels Soxhlet oder Destillation bzw. Apparaturen wie einen Rotationsverdampfer oder einen Gaschromatograph kennen gelernt werden. Die Durchführung vieler kleinerer Versuche und die Besprechung der Versuchsergebnisse mit Laboranten geben dann einen guten Einblick in diese Studiengänge.

 

Weitere Kooperationen mit Firmen aus der näheren Umgebung ermöglichen es unseren Schülerinnen und Schülern, berufsorientierte Praktika zu absolvieren.

Aus unserer näheren Umgebung ist dies z.B. die Firma AB Elektronik, die unseren Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit bietet, Berufserfahrungen zu sammeln. Die Betreuer legen dabei besonderen Wert darauf, an die Inhalte aus dem Unterricht anzuknüpfen und diese durch praktische Versuche wie den Bau von Schaltungen zu vertiefen.

Alle die o.g. Beispiele werden von unseren Schülerinnen und Schülern positiv wahrgenommen und als eine sinnvolle Orientierung für ihre spätere Berufswahl angesehen.Besonders erfreut und dankbar sind wir für das Engagement zahlreicher Eltern, denen es ein Herzensanliegen ist, ihr weit reichendes Fachwissen und ihre große Kompetenz in zahlreichen Themenfelder der Naturwissenschaften zur Verfügung zu stellen, um unseren Schülern und Schülerinnen interessante und motivierende Vorträge z.B.  über  die Gefahren des Rauchens oder Themen wie Energie und erneuerbare Energien oder Medizintechnik die Relevanz naturwissenschaftlicher Fragestellung greifbar zu machen.

 

Weitere bedeutsame Kooperationen:

Naturwissenschaftliche Nachwuchsförderung – Kooperation mit der Technischen Universität Dresden.

 

Logo neue wege zur UNI             TU Dresden12K


Das Gymnasium St Christophorus ist Projektpartner der Initiative „Neue Wege zur Uni, die durch die Deutsche Chirurgiestiftung (www.chirurgiestiftung.de) ins Leben gerufen wurde. Die Initiative hat zum Ziel, medizinisch, naturwissenschaftlich und ingenieurwissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe, Abiturientinnen und Abiturienten und allen anderen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, unabhängig von ihren Wohnorten verschiedene Studiengänge kennen zu lernen und bereits erste Scheine zu erwerben.


In Kooperation mit dem Institut für Werkstoffwissenschaft der Technischen Universität Dresden wurden in diesem Zusammenhang bereits zwei Projekte gefördert. Diese Projekte werden gemeinsam von der Universität und dem Gymnasium St Christophorus wissenschaftlich begleitet und sollen Erkenntnisse darüber liefern, wie Schülerinnen und Schüler für ein Ingenieur-, naturwissenschaftliches oder Medizinstudium motiviert werden können.


In einer ersten Studie wurde untersucht, wie sich Schülerinnen und Schüler universitäre Inhalte in einem E-Learning-Kurs aneignen. Die Durchführung der Studie umfasste mehrere Aspekte: Bereitstellung, Konfiguration und Parametrierung der E-Learning-Plattform e-med; Auswahl und Aufbereitung der zu vermittelnden Lerninhalte aus dem Grundstudium der Werkstoffwissenschaft; Akquise von Physikschülerinnen und -schülern der Jahrgangsstufe 12; Durchführung des Projekts an zwei Nachmittagen im Umfang von insgesamt 6 Stunden in den Computerräumen des Gymnasiums St. Christophorus. Es wurden folgende Evaluationsmethoden zur Sicherung der Ergebnisse verwendet: Klickstatistik, Online-Evaluationsbögen, Online-Abschlussklausur, Beobachtungen des Projektleiters.


Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass die 7 Schülerinnen und 9 Schüler in der Lage waren, sich in einem Selbststudium universitären Lernstoff anzueignen, ein Lernzuwachs verzeichnet werden konnte und diese Art der Wissensvermittlung im Hinblick auf die Verbindung zur Universität sehr gut angenommen wurde. Diese Studie wird auf  der GML 2012- Tagung in Berlin vorgestellt.


Auf Grundlage der Ergebnisse der Evaluation wurde das E-Learning–Konzept zu einem Blended-Learning Kurs, der dann auch einen praktischen Anteil beinhaltet, weiterentwickelt. Im Rahmen der naturwissenschaftlichen Projekttage am Gymnasium St. Christophorus im Januar 2012 wurde der Blended-Learning-Kurs zum Thema „Smart Materials“ des Studiengangs Werkstoffwissenschaft der Technischen Universität Dresden angeboten. In einem Mix aus E-Learning-Selbststudium, einem praktischen Anteil und einer Präsentation der Ergebnisse konnten die Schülerinnen und Schüler sich mit universitären Inhalten auseinandersetzen. Für diese Tage wurden interessierte Schülerinnen und Schüler aus den mathematisch-naturwissenschaftlichen Kursen angesprochen. Diese erhielten nach einer erfolgreichen Präsentation, die von Herrn Prof. Dr. Hans Peter Wiesmann, Inhaber des Lehrstuhls Biomaterialien, abgenommen wurde, ein Zertifikat der Technischen Universität Dresden.

Naturwissenschaftlich interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler können nur im Rahmen eines Juniorstudiums universitäre Inhalte studieren und gegebenenfalls erste Leistungsnachweise erwerben, wobei hierfür eine vom Wohnort erreichbare Hochschule Voraussetzung ist.

Info TU Dresden 

Die Verkürzung der Schulzeit von G9 auf G8 bedeutet für die Schülerinnen und Schüler mehr Schulstunden pro Woche, damit einhergehend längere Schultage und demzufolge eine noch geringere Realisierbarkeit eines Juniorstudiums an einer Präsenzuniversität. Vor diesem Hintergrund kann der Weg des E-Learnings und/oder Blended-Learnings für interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler eine gute Einstiegs- und Übergangsmöglichkeit in das universitäre Lernen bis hin zu einer wesentlichen Alternative zum Schüler-Präsenzstudium darstellen. Das Gymnasium St. Christophorus möchte in diesem Zusammenhang diese Projekte etablieren, die Kooperation mit der Universität Dresden intensivieren und ggf. auch auf mehrere Universitäten ausweiten. 

C. Klümper

Back to top